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Literarisches Rätsel: Oktober bis Dezember 2017

Dichter und Übersetzer gesucht

 

In Württemberg ist er geboren, in Thüringen vor über 200 Jahren gestorben. Sein Vater war Pfarrer, seine Mutter die Tochter eines Majors. Das literarische Interesse ihres Sohnes zeigte sich schon in der Schulzeit: Als Jugendlicher hatte er sich vor allem mit den römischen Klassiker vertraut gemacht, aber auch die Werke der französischen Aufklärer weckten sein Interesse. Letzteres, ebenso wie die Beschäftigung mit Barthold Heinrich Brockes blieb nicht ohne Wirkung. So gab der Gesuchte sein Jurastudium in Tübingen sehr bald wieder auf, um sich ganz der Literatur widmen zu können. Auf Einladung Johann Jakob Bodmers reiste er in die Schweiz, wo er acht Jahre lang blieb und mit wichtigen Schriftstellern und Künstlern Umgang pflegte. Wieder in der schwäbischen Heimat zurückgekehrt, entwickelte er sich aber in eine andere Richtung weiter und wurden zu dem Dichter, der die Epoche der Aufklärung in Deutschland literarisch mitgestaltet hat. Einige Jahre später nahm er eine Lehrtätigkeit an der Universität Erfurt an. Dann zog er nach Weimar, wo er eine Anstellung als herzoglicher Hofrat und Erzieher der Söhne von Anna Amalia von Sachsen-Weimar innehatte. War er dem jungen Goethe noch Zielscheibe des Spottes gewesen, brachten sich die beiden Dichter später gegenseitig Anerkennung entgegen. Mit den Einnahmen aus einer Gesamtausgabe seiner Werke erwarb der Gesuchte ein Gut in der Umgebung von Weimar, um von nun an –  trotz seines nicht mehr ganz jugendlichen Alters – Landwirt zu werden. Schließlich jedoch verlegt er seinen Wohnsitz wieder in die Stadt zurück, wo er im Alter von achtzig Jahren verstarb. Sein Ruhm lebt bis heute. Doch dieser liegt nicht nur in seiner eigenen Dichtung begründet. Auch als Übersetzer ist er uns noch ein Begriff, insbesondere seiner Übersetzung der Werke William Shakespeares wegen, die zu seiner Zeit für einiges Aufsehen in  der Theaterwelt gesorgt hatten. Seit einiger Zeit ist der Gesuchte sogar Pate eines Übersetzerpreises, der alle zwei Jahre (2017 schon zum 20. Mal) verliehen wird in einer seinem Geburtsort nahegelegenen Stadt, wo der Autor und Übersetzer nach seiner Rückkehr aus der Schweiz einige Zeit gelebt hat. – Wissen Sie, wer hier gemeint ist?

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Wer dieses Rätsel löst, kann einen tollen Preis gewinnen. Unter den richtigen Einsendungen werden jedes Quartal drei Gutscheine für die Jahresgebühr und drei Freikarten für Veranstaltungen der Stadtbibliothek Reutlingen verlost. Geben Sie Ihre Lösung bis zum 5. Januar 2018 an der Information im 1. OG ab oder schreiben Sie uns: Stadtbibliothek Reutlingen, Veranstaltungen und Ausstellungen, Spendhausstraße 2, 72764 Reutlingen. Oder besuchen Sie unsere Website: www.stadtbibliothek-reutlingen.de.

Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse an! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden mit dem nächsten Literarischen Rätsel bekannt gegeben und bekommen den Preis zugesandt. Mitarbeiter und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Nur vollständige und richtige Lösungen werden zur Verlosung zugelassen. Pro Person wird nur eine Einsendung berücksichtigt.

Die Lösung des Literarischen Rätsels Juli bis September 2017 lautete: Sommerzeit ist Lesezeit

Gewonnen haben: Alexander Bay, Andrea Boysen, Patrick Jakubowski, Johannes Keck, Anna Leuze und Renate Novak.

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